In den letzten Tagen habe ich gesucht, und zwar nach Gesichtern für meine Figuren, die im neuen Roman eine Rolle spielen. Mir fehlt nämlich die Vorstellungskraft, das Äußere einer Figur ausschließlich im Kopf zu entwickeln und es dann eine ganze Romanschreibstrecke lang nicht zu verlieren. Handelt es sich um Nebenfiguren, ist das Aussehen oft unerheblich. Allerdings muss, sobald äußere Beschreibung auftaucht, der Anfang mit dem Ende übereinstimmen. Die blonde Nachbarin kann nur nachdunkeln, wenn sie ihre Haare färbt, nicht aber, weil ich als Schriftstellerin unaufmerksam bin.
Auf der Seite www.fotocommunity.de habe ich jede Menge Porträts entdeckt. Die meisten waren unbrauchbar für meine Zwecke, aber ein paar interessante Gesichter habe ich herausgesucht, ausgedruckt und ausgeschnitten. Wenn ich sie nicht alle gleich gebrauchen kann, sind sie vielleicht später von Wert.
Porträts, Bewegungsbilder, Landschaften begegnen euch jeden Tag in Zeitungen, Kalendern, auf dem Bildschirm oder sogar im eigenen Fotoalbum. Wenn ihr euch von einer Darstellung angezogen fühlt, hebt sie auf. Vielleicht entsteht eine Geschichte daraus.
Jetzt muss ich die von mir ausgewählten Bilder meinen Romanfiguren zuordnen. Das funktioniert nicht immer auf Anhieb. Auch wenn mir ein Porträt gut gefällt, kann es sein, dass ich mich auf die Story bezogen nicht damit anfreunden kann, sich immer wieder eine andere Vorstellung davorschiebt. Deshalb würde ich gern zeichnen können.
Die meisten Romanautoren kommen, glaube ich zumindest, ohne diese kleine Stütze aus. Ich übe dann mal.
Ein schönes Wochenende!
Autorinnenseite für Romane, Kurzgeschichten, Songtexte, Schreibkurse, Kontakte
Samstag, 30. Januar 2016
Samstag, 23. Januar 2016
Was machen die Figuren ...
aus meinen Geschichten, nachdem ein Buch abgeschlossen ist?
Das habe ich mich gefragt, als ich auf der Suche nach neuem Stoff war. Zwar gab es eine Story, die geschrieben werden sollte, hübsch konstruiert und in groben Zügen schon fertig, aber nicht überzeugend.
Natürlich braucht eine Schriftstellerin ein neues Buch, wenn das eine auf dem Markt ist, muss im Gespräch bleiben, soll möglichst einmal im Jahr etwas Neues hervorzaubern.
Sagt wer? Der Markt? Bin ich davon abhängig oder will ich das sein? Nein.
Also vergesse ich den Druck und die konstruierte Geschichte, die mich nicht wirklich anspringt, sondern eher langweilt.
Was mich dagegen nicht langweilt ist diese Figur, über deren Werdegang ich mir dauernd Gedanken mache - ob ich will oder nicht.
Dann ist also klar, wo meine nächste Aufgabe liegt. Ich werde sie wiedersehen, mich mit ihr unterhalten, sehen, welche Verbindung wir erneut miteinander eingehen können.
Um wen es sich handelt, ist selbstverständlich ein Geheimnis.
Und eine Schreibanregung für euch. Vielleicht habt auch ihr einen Charakter in der Schublade liegen, der noch einmal zum Leben erweckt werden möchte - in einem anderen Kontext oder weiterführend.
Viel Spaß beim wochenendlichen Spinnen.
Das habe ich mich gefragt, als ich auf der Suche nach neuem Stoff war. Zwar gab es eine Story, die geschrieben werden sollte, hübsch konstruiert und in groben Zügen schon fertig, aber nicht überzeugend.
Natürlich braucht eine Schriftstellerin ein neues Buch, wenn das eine auf dem Markt ist, muss im Gespräch bleiben, soll möglichst einmal im Jahr etwas Neues hervorzaubern.
Sagt wer? Der Markt? Bin ich davon abhängig oder will ich das sein? Nein.
Also vergesse ich den Druck und die konstruierte Geschichte, die mich nicht wirklich anspringt, sondern eher langweilt.
Was mich dagegen nicht langweilt ist diese Figur, über deren Werdegang ich mir dauernd Gedanken mache - ob ich will oder nicht.
Dann ist also klar, wo meine nächste Aufgabe liegt. Ich werde sie wiedersehen, mich mit ihr unterhalten, sehen, welche Verbindung wir erneut miteinander eingehen können.
Um wen es sich handelt, ist selbstverständlich ein Geheimnis.
Und eine Schreibanregung für euch. Vielleicht habt auch ihr einen Charakter in der Schublade liegen, der noch einmal zum Leben erweckt werden möchte - in einem anderen Kontext oder weiterführend.
Viel Spaß beim wochenendlichen Spinnen.
Montag, 18. Januar 2016
Kunst von Susanne Haun
Zusammen mit Thomas Bühler und Nina Marxen befindet sich Susanne Haun
IM RAUSCH DER FREIHEIT.
So nennen die drei Künstler ihre Ausstellung, deren Eröffnung am 5. Februar um 19.00 Uhr in der
Green Hill Galery
Grünberger Str. 13
10243 Berlin
stattfindet.
Allein die Einladungskarte ist zum Niederknien!
Wer denn mal gucken möchte: susannehaun.com
IM RAUSCH DER FREIHEIT.
So nennen die drei Künstler ihre Ausstellung, deren Eröffnung am 5. Februar um 19.00 Uhr in der
Green Hill Galery
Grünberger Str. 13
10243 Berlin
stattfindet.
Allein die Einladungskarte ist zum Niederknien!
Wer denn mal gucken möchte: susannehaun.com
Samstag, 9. Januar 2016
Am Ende der Fragen
Das war einem Marathon schon recht ähnlich - vermute ich, denn einen gelaufen, geschwommen, gefahren bin ich noch nicht. Jetzt geht es in die letzte Runde und für die, die es noch nicht mitbekommen haben: Chris vom Blog Booknerds hat auf seiner Seite Fragen gestellt, die jeder beantworten, kürzen, erweitern kann. Den kompletten Katalog gibt es hier:
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Meine Antworten findet ihr auf diesem Blog unter dem Label 'ausgesprochen'.
Und jetzt kommt
Runde 5 - ein paar Sätze zum Vervollständigen
- Amazon ist ...
überbewertet.
- In meinem Wohnort ...
lebe ich wegen der Überschaubarkeit und des Grüns und natürlich der Menschen. Manche von ihnen werden als wortkarg bezeichnet. Ich nicht, bin woanders geboren.
- Ein Autor schreibt Bücher, weil ...
er es kann oder können sollte? Weil er ein Thema hat, dass er bearbeiten will!
- Marcel Reich-Ranicki fand ich ...
auch überbewertet.
- Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur ...
Hysterie und Pathos, tja, muss man ja nicht lesen. Kommt das jetzt öfter vor, weil das Lektorat fehlt oder mangelhaft ist? Oder ist es gar der Zeitgeist? Und wie genau definiert sich Literatur? Hüten wir uns auf jeden Fall vor Hysterie und Pathos!
- Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist ...
wenn gar nicht oder zu viel gestrichen wird, Filme genau 90 Minuten dauern müssen, das Cover nicht zum Buch passt, Lektoren abgeschafft werden, weil die ohnehin schlecht bezahlten noch zu teuer sind, ein paar Ketten den Markt bestimmen, Genres wichtiger sind als Inhalte ... und noch viele Seiten mehr.
- Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen:
Yann Queffélec, Matthias Brandt, Simone de Beauvoir (wünschen darf ich doch, oder?), Irmgard Keun (wenn wir schon einmal beim Wünschen sind), Hanns-Josef Ortheil, Corinna Harfouch, Peter Härtling, Sebastian Koch, Ingrid Noll, Robert Gernhardt, Matthias Glasner, Stephen King, Gudrun Pausewang, George Orwell, Doris Dörrie, Otto Dix, Michael Haneke, Astrid Lindgren, ....
Nicht alle gleichzeitig bitte, jede Woche ein paar, inclusive der Auferstandenen.
- Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ...
Ich habe gerade keinen Namen auf der Zunge, nur mehrere weit hinten im Kopf und da komme ich gerade nicht dran.
- Ich fände es großartig, wenn Fritzi Haberland auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.
- Ich würde Yann Queffeléc gern mal fragen, ob er mir einen Einblick in seine Figurenplanung gewährt.
Ich würde Doris Dörrie gern mal sagen, dass ich Arbeit großartig finde.
Damit wünsche ich euch einen schönen Sonnabend!
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Meine Antworten findet ihr auf diesem Blog unter dem Label 'ausgesprochen'.
Und jetzt kommt
Runde 5 - ein paar Sätze zum Vervollständigen
- Amazon ist ...
überbewertet.
- In meinem Wohnort ...
lebe ich wegen der Überschaubarkeit und des Grüns und natürlich der Menschen. Manche von ihnen werden als wortkarg bezeichnet. Ich nicht, bin woanders geboren.
- Ein Autor schreibt Bücher, weil ...
er es kann oder können sollte? Weil er ein Thema hat, dass er bearbeiten will!
- Marcel Reich-Ranicki fand ich ...
auch überbewertet.
- Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur ...
Hysterie und Pathos, tja, muss man ja nicht lesen. Kommt das jetzt öfter vor, weil das Lektorat fehlt oder mangelhaft ist? Oder ist es gar der Zeitgeist? Und wie genau definiert sich Literatur? Hüten wir uns auf jeden Fall vor Hysterie und Pathos!
- Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist ...
wenn gar nicht oder zu viel gestrichen wird, Filme genau 90 Minuten dauern müssen, das Cover nicht zum Buch passt, Lektoren abgeschafft werden, weil die ohnehin schlecht bezahlten noch zu teuer sind, ein paar Ketten den Markt bestimmen, Genres wichtiger sind als Inhalte ... und noch viele Seiten mehr.
- Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen:
Yann Queffélec, Matthias Brandt, Simone de Beauvoir (wünschen darf ich doch, oder?), Irmgard Keun (wenn wir schon einmal beim Wünschen sind), Hanns-Josef Ortheil, Corinna Harfouch, Peter Härtling, Sebastian Koch, Ingrid Noll, Robert Gernhardt, Matthias Glasner, Stephen King, Gudrun Pausewang, George Orwell, Doris Dörrie, Otto Dix, Michael Haneke, Astrid Lindgren, ....
Nicht alle gleichzeitig bitte, jede Woche ein paar, inclusive der Auferstandenen.
- Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ...
Ich habe gerade keinen Namen auf der Zunge, nur mehrere weit hinten im Kopf und da komme ich gerade nicht dran.
- Ich fände es großartig, wenn Fritzi Haberland auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.
- Ich würde Yann Queffeléc gern mal fragen, ob er mir einen Einblick in seine Figurenplanung gewährt.
Ich würde Doris Dörrie gern mal sagen, dass ich Arbeit großartig finde.
Damit wünsche ich euch einen schönen Sonnabend!
Freitag, 8. Januar 2016
Mit Chris in die 4. Runde
Chris vom ausgesprochen interessanten Blog Booknerds stellt Fragen, ich antworte. Und ihr könnt das auch - auf dem eigenen Blog oder in seinem:
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Wir gehen derweil in
Runde 4 - Drei Dinge, die ...
... das Schreiben schreibenswert machen:
Ich kann Erlebtes, Geträumtes, Herbeigewünschtes bunt verpacken und erzählen.
Kontakte zu Menschen, die ähnlich arbeiten, ergeben sich durch den Blog, in Schreibgruppen, bei Lesungen.
Ich habe Erfolgserlebnisse, auch dadurch, dass das Schreiben eine Befriedigung ansich darstellt.
... dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:
Das ist die täglich mehrfache Eigenwerbung.
Viel mehr fällt mir nicht ein, denn Blogs, die mich dauernd nerven würden, sehe ich mir nicht an.
... du dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nie verwirklicht hast:
Hochwertig literarisches Arbeiten,
qualitativ gute Fotos,
einen anderen Anbieter.
... dir das Lesen spontan madig machen:
Es ist weder Tee noch Schokolade im Haus. (Im wirklichen Leben kommt das allerdings nicht vor, hah! Und außerdem habe ich gar kein Haus, sondern eine Wohnung.)
Lärm hält mich vom Lesen ab und natürlich ein Mangel an Büchern, die mich in dem Moment, in dem ich lesen möchte, brennend interessieren.
... du gern als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:
Wieso, ich habe doch erst vor vier Wochen geputzt. Muss das schon wieder?
Ich glaube, ich werde krank und muss ins Bett.
Tja, es sieht wirklich nach sintflutartigem Regen, Orkanböen und Blitzeis aus. Schade aber auch. Ich hätte den Spaziergang wirklich gern mit dir gemacht, aber unter diesen Voraussetzungen, ...
... nicht so wichtig sind wie dein Blog:
Kochen, putzen, bügeln.
... dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:
Das Schreiben von Kurzgeschichten ist mir wichtiger, die Entwicklung meines zweiten Romans, die Kurse bei Jutta Reichelt.
Mit diesem schönen Hinweis auf Juttas Blog und ihre inspirierenden Kurse verabschiede ich mich für heute.
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Wir gehen derweil in
Runde 4 - Drei Dinge, die ...
... das Schreiben schreibenswert machen:
Ich kann Erlebtes, Geträumtes, Herbeigewünschtes bunt verpacken und erzählen.
Kontakte zu Menschen, die ähnlich arbeiten, ergeben sich durch den Blog, in Schreibgruppen, bei Lesungen.
Ich habe Erfolgserlebnisse, auch dadurch, dass das Schreiben eine Befriedigung ansich darstellt.
... dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:
Das ist die täglich mehrfache Eigenwerbung.
Viel mehr fällt mir nicht ein, denn Blogs, die mich dauernd nerven würden, sehe ich mir nicht an.
... du dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nie verwirklicht hast:
Hochwertig literarisches Arbeiten,
qualitativ gute Fotos,
einen anderen Anbieter.
... dir das Lesen spontan madig machen:
Es ist weder Tee noch Schokolade im Haus. (Im wirklichen Leben kommt das allerdings nicht vor, hah! Und außerdem habe ich gar kein Haus, sondern eine Wohnung.)
Lärm hält mich vom Lesen ab und natürlich ein Mangel an Büchern, die mich in dem Moment, in dem ich lesen möchte, brennend interessieren.
... du gern als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:
Wieso, ich habe doch erst vor vier Wochen geputzt. Muss das schon wieder?
Ich glaube, ich werde krank und muss ins Bett.
Tja, es sieht wirklich nach sintflutartigem Regen, Orkanböen und Blitzeis aus. Schade aber auch. Ich hätte den Spaziergang wirklich gern mit dir gemacht, aber unter diesen Voraussetzungen, ...
... nicht so wichtig sind wie dein Blog:
Kochen, putzen, bügeln.
... dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:
Das Schreiben von Kurzgeschichten ist mir wichtiger, die Entwicklung meines zweiten Romans, die Kurse bei Jutta Reichelt.
Mit diesem schönen Hinweis auf Juttas Blog und ihre inspirierenden Kurse verabschiede ich mich für heute.
Donnerstag, 7. Januar 2016
Schnee
Ja, der liegt. Sogar in Bremen und heute noch sicher. Wie es in den nächsten Tagen aussieht, male ich mir besser nicht aus. Doch jetzt ist er da, schimmert in der Dunkelheit, auf manchen Flächen unberührt.
Ist es nicht erstaunlich, welche Faszination Schnee ausübt? Fallenden Flocken oder die, die nass gegen Scheiben klatschen, auf der Zunge zergehen, im Licht der Scheinwerfer wirbeln.
In einigen Wochen sind viele dieser Sinneseindrücke verblasst, wenn sie überhaupt wahrgenommen wurden.
Darum gebe ich euch hier eine Anregung fürs Schreiben. Notiert euch, was ihr hört, spürt, riecht, schmeckt, um es später verwenden zu können. Wer kann sich schon bei 30°C im Schatten an knackende, froststarre Äste erinnern, den Duft der Luft kurz vor dem Schneefall ahnen? Vielleicht wollt ihr aber im Schwimmbad braten und gleichzeitig eine Winterszene beschreiben.
Nicht nur der Winter bietet Gelegenheiten, Sinneseindrücke zu bewahren, zu jeder Jahreszeit sowie im Urlaub, auf Festen, bei Trennungen, Begegnungen und in vielen anderen Momenten könnt ihr das Besondere - zumindest schriftlich - festhalten.
Ist es nicht erstaunlich, welche Faszination Schnee ausübt? Fallenden Flocken oder die, die nass gegen Scheiben klatschen, auf der Zunge zergehen, im Licht der Scheinwerfer wirbeln.
In einigen Wochen sind viele dieser Sinneseindrücke verblasst, wenn sie überhaupt wahrgenommen wurden.
![]() |
| Schneefledermaus? Flederschneemaus? Schneezauberer? ... |
Darum gebe ich euch hier eine Anregung fürs Schreiben. Notiert euch, was ihr hört, spürt, riecht, schmeckt, um es später verwenden zu können. Wer kann sich schon bei 30°C im Schatten an knackende, froststarre Äste erinnern, den Duft der Luft kurz vor dem Schneefall ahnen? Vielleicht wollt ihr aber im Schwimmbad braten und gleichzeitig eine Winterszene beschreiben.
![]() |
| Schneemann oder Schneefrau? |
Nicht nur der Winter bietet Gelegenheiten, Sinneseindrücke zu bewahren, zu jeder Jahreszeit sowie im Urlaub, auf Festen, bei Trennungen, Begegnungen und in vielen anderen Momenten könnt ihr das Besondere - zumindest schriftlich - festhalten.
Mittwoch, 6. Januar 2016
Max Frisch ...
... und Rolf Dobelli sind nur zwei von denen, die Fragen stellen. Bringen die Antworten mir mein Selbst näher? Erhöht meine Ehrlichkeit (mir selbst gegenüber) meine schriftstellerischen Qualitäten? Komme ich gar auf neue Ideen für ausgesprochen gute Geschichten?
Im Klappentext zu Rolf Dobellis "Wer bin ich? - 777 indiskrete Fragen" ist zu lesen, dass sich jeder mindestens einmal im Leben diesen Fragen gestellt haben müsse. "Zur diskreten Selbstforschung oder als amüsantes Gesellschaftsspiel."
Dabei bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass meine Antworten für jeden bestimmt sind. Die Vorstellung, in einer mehr oder weniger fröhlichen Runde zu sitzen, um indiskrete Fragen zu beantworten, ist mir eher unangenehm. Andere Fragen dagegen erscheinen mir so harmlos, dass sie mir keine Probleme bereiten. Mir nicht, vielleicht aber einem anderen im Raum.
Wie ist das mit den Fragen - ist jede erlaubt? Ist es in Ordnung, die Antwort zu verweigern oder impliziert das schon die Antwort?
Max Frisch möchte im ersten Teil des "Fragebogen" wissen, ob ich leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person hasse und außerdem, ob ich lieber allein oder in einem Kollektiv hasse.
Den zweiten Teil widmet er der Ehe. Ich stelle mir beim Lesen Paare vor, die nett beieinander sitzen und ehrlich antworten. Sollte auch Max Frisch die Vorstellung eines Gesellschaftspiels gehabt haben, stand sicher ein Pakt mit mehreren Anwaltskanzleien im Hintergrund. Familien- und Scheidungsrecht.
Dagegen sind die Fragen der Booknerds, die am Wochenende abschließend beantwortet werden, nicht indiskret genug, um einen Bogen darum zu machen. Ein bisschen öffentliche Ehrlichkeit kann auch ich mir leisten.
Im Klappentext zu Rolf Dobellis "Wer bin ich? - 777 indiskrete Fragen" ist zu lesen, dass sich jeder mindestens einmal im Leben diesen Fragen gestellt haben müsse. "Zur diskreten Selbstforschung oder als amüsantes Gesellschaftsspiel."
Dabei bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass meine Antworten für jeden bestimmt sind. Die Vorstellung, in einer mehr oder weniger fröhlichen Runde zu sitzen, um indiskrete Fragen zu beantworten, ist mir eher unangenehm. Andere Fragen dagegen erscheinen mir so harmlos, dass sie mir keine Probleme bereiten. Mir nicht, vielleicht aber einem anderen im Raum.
Wie ist das mit den Fragen - ist jede erlaubt? Ist es in Ordnung, die Antwort zu verweigern oder impliziert das schon die Antwort?
Max Frisch möchte im ersten Teil des "Fragebogen" wissen, ob ich leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person hasse und außerdem, ob ich lieber allein oder in einem Kollektiv hasse.
Den zweiten Teil widmet er der Ehe. Ich stelle mir beim Lesen Paare vor, die nett beieinander sitzen und ehrlich antworten. Sollte auch Max Frisch die Vorstellung eines Gesellschaftspiels gehabt haben, stand sicher ein Pakt mit mehreren Anwaltskanzleien im Hintergrund. Familien- und Scheidungsrecht.
Dagegen sind die Fragen der Booknerds, die am Wochenende abschließend beantwortet werden, nicht indiskret genug, um einen Bogen darum zu machen. Ein bisschen öffentliche Ehrlichkeit kann auch ich mir leisten.
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