Ausgesprochen kurz war sie, die Leipziger Buchmesse, zu voll am Sonnabend. Den Sonntag habe ich mir gleich erspart. Zwei Wochentage mehr hätte ich gern gehabt und ein kühleres Hotelzimmer. Alles andere war hervorragend!
Um die großen Verlage habe ich gleich einen Bogen gemacht, weil sie sich immer und überall präsentieren können, die Autoren ohnehin sichtbar sind.
Auch die Stände der Selfpublisher haben mich nicht so sehr interessiert, weil ich nicht vorhabe, mich durch den Dschungel des Selbstverlegens zu kämpfen. Aber sie waren vertreten, haben sich selbstbewusst und mit Fachwissen präsentiert. Dieser Markt ist eindeutig in großer Bewegung und unaufhaltsamem Wachstum.
Mein Augenmerk lag auf kleinen Verlagen und Lesungen.
Das Literaturnetzwerk Traduki www.traduki.eu stellte sich mit südosteuropäischer Literatur vor und beschäftigt sich mit Flucht, Kriegsverbrechen, Kindern im Krieg und danach, aber auch mit Freundschaften und Frieden.
Das Netzwerk 'Bücherfrauen' www.buecherfrauen.de besteht seit mehr als 25 Jahren und unterstützt bei der Vernetzung, fördert die Gleichstellung von Mann und Frau, bietet Weiterbildungen an und ist, außer im Netz, in sechzehn Städten verteten.
Besonders spannend waren die unabhängigen Verlage und ihre Autor-innen für mich. Hier werden Bücher weniger in die Starre der Genre eingestuft, sondern nach der Wertigkeit eingängiger, berührender Sprache, interessanter Gedankengänge, der Entwicklung von Leben.
Der Verlag Klöpfer & Meyer drückt es so aus: "Bücher fürs Denken ohne Geländer."
Einer der Autorinnen dieses Verlages habe ich zugehört. Ulrike Schäfers Geschichten aus Nachts, weit von hier sind absolut lesenswert und ganz sicher für ein Denken ohne Geländer geeignet!
Gefallen haben mir auch die Bücher von open house www.openhouse-verlag.de
Wer etwas über die Autorinnen Babet Mader, Ingvild H. Rishoi und andere erfahren möchte, findet Leseproben und Inteviews auf der Verlagsseite.
An den Leipziger Nachmittagen konnte ich nur noch ein Rauschen im Kopf wahrnehmen, als hätte sich ein Schwarm Bienen dort festgesetzt. Darum habe ich es auch nicht mehr auf abendliche Lesungen geschafft. Reizüberflutung, schmerzende Füße, gebeugter Rücken!
Jetzt lese ich wieder gemütlich im Bett oder auf dem Sofa und sehe mir die vielen Gesprächsrunden, aufgezeichnet von verschiedenen Fernsehsendern, auf der Mediathek an. Ja, wahrscheinlich ein Frevel, macht aber nichts. Ich muss nicht überall persönlich dabeisein.
Autorinnenseite für Romane, Kurzgeschichten, Songtexte, Schreibkurse, Kontakte
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Donnerstag, 24. März 2016
Dienstag, 1. März 2016
Schreiben gegen Rechts

Die Blogparade, die Anna Schmidt vor ein paar Tagen ins Leben gerufen hat, unterstütze und teile ich sehr gern!
Susanne Haun schreibt nicht nur einen fabelhaften Blog, sie zeichnet vor allem so gut, dass ich mir ihre Bilder regelmäßig ansehe. Und im Augenblick zeichnet sie, auch inspiriert von Anna Schmidt, gegen Rechts.
Samstag, 9. Januar 2016
Am Ende der Fragen
Das war einem Marathon schon recht ähnlich - vermute ich, denn einen gelaufen, geschwommen, gefahren bin ich noch nicht. Jetzt geht es in die letzte Runde und für die, die es noch nicht mitbekommen haben: Chris vom Blog Booknerds hat auf seiner Seite Fragen gestellt, die jeder beantworten, kürzen, erweitern kann. Den kompletten Katalog gibt es hier:
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Meine Antworten findet ihr auf diesem Blog unter dem Label 'ausgesprochen'.
Und jetzt kommt
Runde 5 - ein paar Sätze zum Vervollständigen
- Amazon ist ...
überbewertet.
- In meinem Wohnort ...
lebe ich wegen der Überschaubarkeit und des Grüns und natürlich der Menschen. Manche von ihnen werden als wortkarg bezeichnet. Ich nicht, bin woanders geboren.
- Ein Autor schreibt Bücher, weil ...
er es kann oder können sollte? Weil er ein Thema hat, dass er bearbeiten will!
- Marcel Reich-Ranicki fand ich ...
auch überbewertet.
- Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur ...
Hysterie und Pathos, tja, muss man ja nicht lesen. Kommt das jetzt öfter vor, weil das Lektorat fehlt oder mangelhaft ist? Oder ist es gar der Zeitgeist? Und wie genau definiert sich Literatur? Hüten wir uns auf jeden Fall vor Hysterie und Pathos!
- Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist ...
wenn gar nicht oder zu viel gestrichen wird, Filme genau 90 Minuten dauern müssen, das Cover nicht zum Buch passt, Lektoren abgeschafft werden, weil die ohnehin schlecht bezahlten noch zu teuer sind, ein paar Ketten den Markt bestimmen, Genres wichtiger sind als Inhalte ... und noch viele Seiten mehr.
- Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen:
Yann Queffélec, Matthias Brandt, Simone de Beauvoir (wünschen darf ich doch, oder?), Irmgard Keun (wenn wir schon einmal beim Wünschen sind), Hanns-Josef Ortheil, Corinna Harfouch, Peter Härtling, Sebastian Koch, Ingrid Noll, Robert Gernhardt, Matthias Glasner, Stephen King, Gudrun Pausewang, George Orwell, Doris Dörrie, Otto Dix, Michael Haneke, Astrid Lindgren, ....
Nicht alle gleichzeitig bitte, jede Woche ein paar, inclusive der Auferstandenen.
- Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ...
Ich habe gerade keinen Namen auf der Zunge, nur mehrere weit hinten im Kopf und da komme ich gerade nicht dran.
- Ich fände es großartig, wenn Fritzi Haberland auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.
- Ich würde Yann Queffeléc gern mal fragen, ob er mir einen Einblick in seine Figurenplanung gewährt.
Ich würde Doris Dörrie gern mal sagen, dass ich Arbeit großartig finde.
Damit wünsche ich euch einen schönen Sonnabend!
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Meine Antworten findet ihr auf diesem Blog unter dem Label 'ausgesprochen'.
Und jetzt kommt
Runde 5 - ein paar Sätze zum Vervollständigen
- Amazon ist ...
überbewertet.
- In meinem Wohnort ...
lebe ich wegen der Überschaubarkeit und des Grüns und natürlich der Menschen. Manche von ihnen werden als wortkarg bezeichnet. Ich nicht, bin woanders geboren.
- Ein Autor schreibt Bücher, weil ...
er es kann oder können sollte? Weil er ein Thema hat, dass er bearbeiten will!
- Marcel Reich-Ranicki fand ich ...
auch überbewertet.
- Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur ...
Hysterie und Pathos, tja, muss man ja nicht lesen. Kommt das jetzt öfter vor, weil das Lektorat fehlt oder mangelhaft ist? Oder ist es gar der Zeitgeist? Und wie genau definiert sich Literatur? Hüten wir uns auf jeden Fall vor Hysterie und Pathos!
- Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist ...
wenn gar nicht oder zu viel gestrichen wird, Filme genau 90 Minuten dauern müssen, das Cover nicht zum Buch passt, Lektoren abgeschafft werden, weil die ohnehin schlecht bezahlten noch zu teuer sind, ein paar Ketten den Markt bestimmen, Genres wichtiger sind als Inhalte ... und noch viele Seiten mehr.
- Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen:
Yann Queffélec, Matthias Brandt, Simone de Beauvoir (wünschen darf ich doch, oder?), Irmgard Keun (wenn wir schon einmal beim Wünschen sind), Hanns-Josef Ortheil, Corinna Harfouch, Peter Härtling, Sebastian Koch, Ingrid Noll, Robert Gernhardt, Matthias Glasner, Stephen King, Gudrun Pausewang, George Orwell, Doris Dörrie, Otto Dix, Michael Haneke, Astrid Lindgren, ....
Nicht alle gleichzeitig bitte, jede Woche ein paar, inclusive der Auferstandenen.
- Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ...
Ich habe gerade keinen Namen auf der Zunge, nur mehrere weit hinten im Kopf und da komme ich gerade nicht dran.
- Ich fände es großartig, wenn Fritzi Haberland auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.
- Ich würde Yann Queffeléc gern mal fragen, ob er mir einen Einblick in seine Figurenplanung gewährt.
Ich würde Doris Dörrie gern mal sagen, dass ich Arbeit großartig finde.
Damit wünsche ich euch einen schönen Sonnabend!
Freitag, 8. Januar 2016
Mit Chris in die 4. Runde
Chris vom ausgesprochen interessanten Blog Booknerds stellt Fragen, ich antworte. Und ihr könnt das auch - auf dem eigenen Blog oder in seinem:
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Wir gehen derweil in
Runde 4 - Drei Dinge, die ...
... das Schreiben schreibenswert machen:
Ich kann Erlebtes, Geträumtes, Herbeigewünschtes bunt verpacken und erzählen.
Kontakte zu Menschen, die ähnlich arbeiten, ergeben sich durch den Blog, in Schreibgruppen, bei Lesungen.
Ich habe Erfolgserlebnisse, auch dadurch, dass das Schreiben eine Befriedigung ansich darstellt.
... dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:
Das ist die täglich mehrfache Eigenwerbung.
Viel mehr fällt mir nicht ein, denn Blogs, die mich dauernd nerven würden, sehe ich mir nicht an.
... du dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nie verwirklicht hast:
Hochwertig literarisches Arbeiten,
qualitativ gute Fotos,
einen anderen Anbieter.
... dir das Lesen spontan madig machen:
Es ist weder Tee noch Schokolade im Haus. (Im wirklichen Leben kommt das allerdings nicht vor, hah! Und außerdem habe ich gar kein Haus, sondern eine Wohnung.)
Lärm hält mich vom Lesen ab und natürlich ein Mangel an Büchern, die mich in dem Moment, in dem ich lesen möchte, brennend interessieren.
... du gern als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:
Wieso, ich habe doch erst vor vier Wochen geputzt. Muss das schon wieder?
Ich glaube, ich werde krank und muss ins Bett.
Tja, es sieht wirklich nach sintflutartigem Regen, Orkanböen und Blitzeis aus. Schade aber auch. Ich hätte den Spaziergang wirklich gern mit dir gemacht, aber unter diesen Voraussetzungen, ...
... nicht so wichtig sind wie dein Blog:
Kochen, putzen, bügeln.
... dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:
Das Schreiben von Kurzgeschichten ist mir wichtiger, die Entwicklung meines zweiten Romans, die Kurse bei Jutta Reichelt.
Mit diesem schönen Hinweis auf Juttas Blog und ihre inspirierenden Kurse verabschiede ich mich für heute.
www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen.
Wir gehen derweil in
Runde 4 - Drei Dinge, die ...
... das Schreiben schreibenswert machen:
Ich kann Erlebtes, Geträumtes, Herbeigewünschtes bunt verpacken und erzählen.
Kontakte zu Menschen, die ähnlich arbeiten, ergeben sich durch den Blog, in Schreibgruppen, bei Lesungen.
Ich habe Erfolgserlebnisse, auch dadurch, dass das Schreiben eine Befriedigung ansich darstellt.
... dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:
Das ist die täglich mehrfache Eigenwerbung.
Viel mehr fällt mir nicht ein, denn Blogs, die mich dauernd nerven würden, sehe ich mir nicht an.
... du dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nie verwirklicht hast:
Hochwertig literarisches Arbeiten,
qualitativ gute Fotos,
einen anderen Anbieter.
... dir das Lesen spontan madig machen:
Es ist weder Tee noch Schokolade im Haus. (Im wirklichen Leben kommt das allerdings nicht vor, hah! Und außerdem habe ich gar kein Haus, sondern eine Wohnung.)
Lärm hält mich vom Lesen ab und natürlich ein Mangel an Büchern, die mich in dem Moment, in dem ich lesen möchte, brennend interessieren.
... du gern als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:
Wieso, ich habe doch erst vor vier Wochen geputzt. Muss das schon wieder?
Ich glaube, ich werde krank und muss ins Bett.
Tja, es sieht wirklich nach sintflutartigem Regen, Orkanböen und Blitzeis aus. Schade aber auch. Ich hätte den Spaziergang wirklich gern mit dir gemacht, aber unter diesen Voraussetzungen, ...
... nicht so wichtig sind wie dein Blog:
Kochen, putzen, bügeln.
... dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:
Das Schreiben von Kurzgeschichten ist mir wichtiger, die Entwicklung meines zweiten Romans, die Kurse bei Jutta Reichelt.
Mit diesem schönen Hinweis auf Juttas Blog und ihre inspirierenden Kurse verabschiede ich mich für heute.
Mittwoch, 6. Januar 2016
Max Frisch ...
... und Rolf Dobelli sind nur zwei von denen, die Fragen stellen. Bringen die Antworten mir mein Selbst näher? Erhöht meine Ehrlichkeit (mir selbst gegenüber) meine schriftstellerischen Qualitäten? Komme ich gar auf neue Ideen für ausgesprochen gute Geschichten?
Im Klappentext zu Rolf Dobellis "Wer bin ich? - 777 indiskrete Fragen" ist zu lesen, dass sich jeder mindestens einmal im Leben diesen Fragen gestellt haben müsse. "Zur diskreten Selbstforschung oder als amüsantes Gesellschaftsspiel."
Dabei bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass meine Antworten für jeden bestimmt sind. Die Vorstellung, in einer mehr oder weniger fröhlichen Runde zu sitzen, um indiskrete Fragen zu beantworten, ist mir eher unangenehm. Andere Fragen dagegen erscheinen mir so harmlos, dass sie mir keine Probleme bereiten. Mir nicht, vielleicht aber einem anderen im Raum.
Wie ist das mit den Fragen - ist jede erlaubt? Ist es in Ordnung, die Antwort zu verweigern oder impliziert das schon die Antwort?
Max Frisch möchte im ersten Teil des "Fragebogen" wissen, ob ich leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person hasse und außerdem, ob ich lieber allein oder in einem Kollektiv hasse.
Den zweiten Teil widmet er der Ehe. Ich stelle mir beim Lesen Paare vor, die nett beieinander sitzen und ehrlich antworten. Sollte auch Max Frisch die Vorstellung eines Gesellschaftspiels gehabt haben, stand sicher ein Pakt mit mehreren Anwaltskanzleien im Hintergrund. Familien- und Scheidungsrecht.
Dagegen sind die Fragen der Booknerds, die am Wochenende abschließend beantwortet werden, nicht indiskret genug, um einen Bogen darum zu machen. Ein bisschen öffentliche Ehrlichkeit kann auch ich mir leisten.
Im Klappentext zu Rolf Dobellis "Wer bin ich? - 777 indiskrete Fragen" ist zu lesen, dass sich jeder mindestens einmal im Leben diesen Fragen gestellt haben müsse. "Zur diskreten Selbstforschung oder als amüsantes Gesellschaftsspiel."
Dabei bin ich ganz und gar nicht der Meinung, dass meine Antworten für jeden bestimmt sind. Die Vorstellung, in einer mehr oder weniger fröhlichen Runde zu sitzen, um indiskrete Fragen zu beantworten, ist mir eher unangenehm. Andere Fragen dagegen erscheinen mir so harmlos, dass sie mir keine Probleme bereiten. Mir nicht, vielleicht aber einem anderen im Raum.
Wie ist das mit den Fragen - ist jede erlaubt? Ist es in Ordnung, die Antwort zu verweigern oder impliziert das schon die Antwort?
Max Frisch möchte im ersten Teil des "Fragebogen" wissen, ob ich leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person hasse und außerdem, ob ich lieber allein oder in einem Kollektiv hasse.
Den zweiten Teil widmet er der Ehe. Ich stelle mir beim Lesen Paare vor, die nett beieinander sitzen und ehrlich antworten. Sollte auch Max Frisch die Vorstellung eines Gesellschaftspiels gehabt haben, stand sicher ein Pakt mit mehreren Anwaltskanzleien im Hintergrund. Familien- und Scheidungsrecht.
Dagegen sind die Fragen der Booknerds, die am Wochenende abschließend beantwortet werden, nicht indiskret genug, um einen Bogen darum zu machen. Ein bisschen öffentliche Ehrlichkeit kann auch ich mir leisten.
Samstag, 2. Januar 2016
Fragerunde 3
Dieses Mal sind die Fragen ausgesprochen schwierig, sodass ich trotz großer Mühe nicht erschöpfend antworten kann und ganz einfach einige auslasse. Dauernd "weiß nicht" zu schreiben und zu lesen macht schließlich keinen Spaß. Um-gestellt hat diese kniffligen Fragen Chris vom Blog Booknerds.
Runde 3 - Zur Entspannung. Du als Konsumentin:
- Gab es schon einmal einen Protagonisten in einem Buch oder eine Figur in einem Film oder einer Serie, und du dachtest: Verflucht, kennt der Autor mich?
Ich erinnere mich nicht. Das wäre mir auch ziemlich unheimlich.
- Welches ist dein peinlichstes Lieblingsbuch/dein peinlichster Lieblingsfilm/deine peinlichste Lieblingsserie?
Diese Frage nicht zu beantworten wäre feige. Also gut ...
Ganz und gar heimlich habe ich mir früher die Serie 'Berlin, Berlin' angesehen. Aber so schlimm war die nicht, oder?
Dann lese ich manchmal und noch viel heimlicher Frauenmagazine, und zwar beim Friseur. Aber da ist es ein Muss. Finde ich.
Mittlerweile (oder schon immer?) befinden sich ganz viele Tatort-Ausstrahlungen auf der Liste der Peinlichkeiten.
Aber ganz im Vertrauen: Wenn ich in der Lage wäre, so ein Drehbuch oder solche Artikel zu schreiben, wäre mir das kaum peinlich.
Richtig schlimm, schon gesehen, aber nicht durchgehalten sind solche Serien wie 'Rote Rosen'. Aber wer bin ich, dass ich über den Geschmack anderer urteile?
- Welches war das frustrierendste Buchende/Filmende/Serienfinale für dich? Wie hätte es ausgehen sollen?
Mir fällt kein konkrtes Werk ein. Allgemein ist es aber so, dass mich enttäuscht, wenn ein Ende vorhersehbar und einfach ist. Oder wenn mir Protagonisten so nahe gekommen sind, dass ich völlig entsetzt bin, wenn sie sterben oder hoffnungslos scheitern, ohne das es die Möglichkeit einer anderen Lösung gibt. In dem Fall möchte ich die Geschichte am liebsten neu bzw. weiterschreiben. Eine gute Schreibanregung übrigens.
- Wenn dein Leben oder deine persönliche momentane Situation als Buch oder Film veröffentlicht würde: Wie heißt das Buch oder der Film?
Spiele im Sand
Neue Ufer
Das Experiment
Vier Wände und das, was dahinter ist
Mir fällt noch sehr viel mehr ein, aber den Rest hebe ich mir für meine Memoiren auf.
- Welches Buch ... hat dich derart beschäftigt und aufgewühlt, dass du tagelang an kaum etwas anderes denken konntest?
1984 von George Orwell,
Barbarische Hochzeit von Yann Queffélec
Hast du schon einmal einer Figur aus einem Buch ... nachgeeifert? Oder wurdest du hierdurch zu einer Handlung/Tat inspiriert?
In meiner Kindheit gefielen mir alle Figuren, die einen eignen Hund hatten. Den wollte ich auch und unbedingt! Außerdem hätte ich am liebsten mit Astrid Lindgrens Kindern auf Saltkrokan gelebt oder wäre gern in einem Internat oder auf einem Pferdehof aufgewachsen. Das waren damals die beliebten Kinderbuch-Themen.
Später gab es eine Figur in Buch und Film, die mich als etwa 14jährige fasziniert hat, und zwar war das Christiane F. aus 'Wir Kinder vom Bahnhof Zoo'. Natürlich konnte ich mir das Leben auf der Straße nicht einmal annähernd vorstellen und doch hat es mich magisch angezogen.
Danach waren es Bücher von und über Frauen, die den Weg der Selbständigkeit auf verschiedenen Wegen gegangen sind. Die habe ich mir zum Vorbild genommen und sie inspirieren mich manchmal auch heute noch.
Das war die dritte Runde und bis auf eine einzige konnte ich doch alle Fragen beantworten. Die Idee/Erinnerung oder was auch immer nötig ist, kommt schließlich oft beim Schreiben selbst.
Runde 3 - Zur Entspannung. Du als Konsumentin:
- Gab es schon einmal einen Protagonisten in einem Buch oder eine Figur in einem Film oder einer Serie, und du dachtest: Verflucht, kennt der Autor mich?
Ich erinnere mich nicht. Das wäre mir auch ziemlich unheimlich.
- Welches ist dein peinlichstes Lieblingsbuch/dein peinlichster Lieblingsfilm/deine peinlichste Lieblingsserie?
Diese Frage nicht zu beantworten wäre feige. Also gut ...
Ganz und gar heimlich habe ich mir früher die Serie 'Berlin, Berlin' angesehen. Aber so schlimm war die nicht, oder?
Dann lese ich manchmal und noch viel heimlicher Frauenmagazine, und zwar beim Friseur. Aber da ist es ein Muss. Finde ich.
Mittlerweile (oder schon immer?) befinden sich ganz viele Tatort-Ausstrahlungen auf der Liste der Peinlichkeiten.
Aber ganz im Vertrauen: Wenn ich in der Lage wäre, so ein Drehbuch oder solche Artikel zu schreiben, wäre mir das kaum peinlich.
Richtig schlimm, schon gesehen, aber nicht durchgehalten sind solche Serien wie 'Rote Rosen'. Aber wer bin ich, dass ich über den Geschmack anderer urteile?
- Welches war das frustrierendste Buchende/Filmende/Serienfinale für dich? Wie hätte es ausgehen sollen?
Mir fällt kein konkrtes Werk ein. Allgemein ist es aber so, dass mich enttäuscht, wenn ein Ende vorhersehbar und einfach ist. Oder wenn mir Protagonisten so nahe gekommen sind, dass ich völlig entsetzt bin, wenn sie sterben oder hoffnungslos scheitern, ohne das es die Möglichkeit einer anderen Lösung gibt. In dem Fall möchte ich die Geschichte am liebsten neu bzw. weiterschreiben. Eine gute Schreibanregung übrigens.
- Wenn dein Leben oder deine persönliche momentane Situation als Buch oder Film veröffentlicht würde: Wie heißt das Buch oder der Film?
Spiele im Sand
Neue Ufer
Das Experiment
Vier Wände und das, was dahinter ist
Mir fällt noch sehr viel mehr ein, aber den Rest hebe ich mir für meine Memoiren auf.
- Welches Buch ... hat dich derart beschäftigt und aufgewühlt, dass du tagelang an kaum etwas anderes denken konntest?
1984 von George Orwell,
Barbarische Hochzeit von Yann Queffélec
Hast du schon einmal einer Figur aus einem Buch ... nachgeeifert? Oder wurdest du hierdurch zu einer Handlung/Tat inspiriert?
In meiner Kindheit gefielen mir alle Figuren, die einen eignen Hund hatten. Den wollte ich auch und unbedingt! Außerdem hätte ich am liebsten mit Astrid Lindgrens Kindern auf Saltkrokan gelebt oder wäre gern in einem Internat oder auf einem Pferdehof aufgewachsen. Das waren damals die beliebten Kinderbuch-Themen.
Später gab es eine Figur in Buch und Film, die mich als etwa 14jährige fasziniert hat, und zwar war das Christiane F. aus 'Wir Kinder vom Bahnhof Zoo'. Natürlich konnte ich mir das Leben auf der Straße nicht einmal annähernd vorstellen und doch hat es mich magisch angezogen.
Danach waren es Bücher von und über Frauen, die den Weg der Selbständigkeit auf verschiedenen Wegen gegangen sind. Die habe ich mir zum Vorbild genommen und sie inspirieren mich manchmal auch heute noch.
Das war die dritte Runde und bis auf eine einzige konnte ich doch alle Fragen beantworten. Die Idee/Erinnerung oder was auch immer nötig ist, kommt schließlich oft beim Schreiben selbst.
Freitag, 1. Januar 2016
Weiter mit der Fragerei
und den ausgesprochenen, nein aufgeschriebenen, aber ausgesprochen ehrlichen Antworten.
Wieder geht es um den Fragebogen von Booknerds, selbst nachzulesen hier:
http://www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen
Runde 2 - Gemischte Fragen ...
- Stell dir vor, man böte dir an, deinen Blog oder zumindest deine Internetadresse für einen ordentlichen Batzen Geld zu verkaufen. Was würdest du tun?
Da ich befürchten muss, dass jemand in meinem Namen Dinge tut, von denen ich nicht möchte, dass man sie in meinem Namen tut, ... nein! Ich bin sicher ohne dieses Geld glücklicher und erinnnere hier noch einmal an Teil 1, in dem ich von einem Leben unter löchrigem Dach geträumt habe.
- Geld verdienen mit deinem Blog - wie weit würdest du gehen?
Wahrscheinlich nicht einmal bis zur nächsten Ecke. Hinter der dann Betrug, Knebelverträge, die Werbemafia lauern. Ich empfehle lieber freiwillig, z.B. Bücher, die mir gefallen. Und wenn ich doch irgendwann meine Fingerspitzen in ein Spülmittel tauche und mich dabei filmen lasse, erinnert mich ruhig an meine heutigen Worte. Mir wird schon eine Ausrede einfallen.
- Hast du schon mal heimlich ein Buch gelesen/einen Film gesehen/eine Serie geschaut, obwohl du eigentlich sagtest: "Den Mist? Never ever!"?
Selbstverständlich!
- Liest du dich selbst gern?
Manche Passagen ja, andere lassen mich auch schon mal im Boden versinken. Also lese ich mich nicht so oft. Hin und wieder muss ich aber, wenn nämlich eine Lesung auf dem Programm steht oder ich meine Texte redigiere. Bei Letzterem habe ich immerhin die Chance, alles besser zu machen - verpasse ich aber manchmal.
- Man lobt dich für deine Beiträge oder gar für deinen ganzen Blog total in den Himmel. Wie gehst du mit diesem Lob um?
Ich wäre irritiert, weil ich durchaus in der Lage bin, meine Leistung selbst und realistisch einzuchätzen. Glaube ich. Ein überschwängliches Lob ist nett, lässt mich aber nicht zu Höhenflügen aufbrechen. (Herrje, diese Abgeklärtheit!)
- Man attestiert dir aufgrund einer Kritik keine Ahnung. Wie reagierst du auf so etwas?
Es kann mir durchaus passieren, dass ich mich äußere, obwohl ich nicht genügend Ahnung habe. Das empfinde ich aber nicht als Katasrophe. Nicht jede Meinung kann fachlich fundiert sein. Es gibt ja auch noch andere Kriterien, gerade beim Lesen von Büchern. Wenn ich der Meinung wäre, ein gutes Fundament zu haben, würde ich den Kritiker natürlich fragen, warum er mich für ahnungslos hält.
- Man wirft dir als Blogger/Journalist vor, du übtest deine Arbeit nur aus, um möglichst viele Rezensionsexemplare abzugreifen. Wie begegnest du diesem Vorwurf?
Mit einem Lächeln, einem wissenden.
- Ein Autor oder Verlag verlangt von dir, deine Rezension abzuändern oder gar zu löschen. Wie wirst du handeln?
So etwas kommt vor? Das ist ja lächerlich! Vielleicht haben Autor/Verlag Interesse an einer Diskussion? Sonst antworte ich mit einem Lächeln und selbstverständlich wieder mit einem wissenden.
- Der Autor/Verlag droht mit einer Klage, wenn du die Rezension nicht löschst. Und nun?
Was habe ich denn bloß geschrieben? Das muss ja ein absolut blödsinniger Verriss inclusive persönlicher Beleidigungen sein! Und das kann ich mir nicht vorstellen. Wie ist es denn überhaupt um die freie Meinungsäußerung bestellt? Oh nein, wie lästig! Muss ich mir jetzt einen Anwalt nehmen? Wie im Fernsehen, in dieser Serie, die ich nie und nimmer ...
- Hast du bei Rezensionen schon mal geschummelt (beispielsweise das Buch nicht zu Ende gelesen und trotzdem eine Rezension geschrieben)?
Oh, ich bin gerade kurz davor und habe ein total schlechtes Gewissen, schaffe es aber einfach nicht, dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Und nun?
- Sind Zugriffszahlen/Like-Zahlen und Followerzahlen wichtig für dich? Wie wirken sie sich hinsichtlich Motivation auf dich aus?
Ja, wichtig! Wenn gar niemand mit Wohlwollen liest, brauche ich nicht zu schreiben. Dann kann ich auch reiten lernen oder Tennis oder klöppeln oder Eishockey oder sonstetwas. Vielleicht kommt es ja noch einmal so weit. Ich nehme gern frische Beschäftigungsvorschläge entgegen.
- Liest du auf dem Klo?
Nein, dafür habe ich keine Zeit. Da mache ich Sudoku. (Das war jetzt aber ein Scherz!)
Runde 3 bis 5 folgen demnächst im noch frischen 2016.
Wieder geht es um den Fragebogen von Booknerds, selbst nachzulesen hier:
http://www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen
Runde 2 - Gemischte Fragen ...
- Stell dir vor, man böte dir an, deinen Blog oder zumindest deine Internetadresse für einen ordentlichen Batzen Geld zu verkaufen. Was würdest du tun?
Da ich befürchten muss, dass jemand in meinem Namen Dinge tut, von denen ich nicht möchte, dass man sie in meinem Namen tut, ... nein! Ich bin sicher ohne dieses Geld glücklicher und erinnnere hier noch einmal an Teil 1, in dem ich von einem Leben unter löchrigem Dach geträumt habe.
- Geld verdienen mit deinem Blog - wie weit würdest du gehen?
Wahrscheinlich nicht einmal bis zur nächsten Ecke. Hinter der dann Betrug, Knebelverträge, die Werbemafia lauern. Ich empfehle lieber freiwillig, z.B. Bücher, die mir gefallen. Und wenn ich doch irgendwann meine Fingerspitzen in ein Spülmittel tauche und mich dabei filmen lasse, erinnert mich ruhig an meine heutigen Worte. Mir wird schon eine Ausrede einfallen.
- Hast du schon mal heimlich ein Buch gelesen/einen Film gesehen/eine Serie geschaut, obwohl du eigentlich sagtest: "Den Mist? Never ever!"?
Selbstverständlich!
- Liest du dich selbst gern?
Manche Passagen ja, andere lassen mich auch schon mal im Boden versinken. Also lese ich mich nicht so oft. Hin und wieder muss ich aber, wenn nämlich eine Lesung auf dem Programm steht oder ich meine Texte redigiere. Bei Letzterem habe ich immerhin die Chance, alles besser zu machen - verpasse ich aber manchmal.
- Man lobt dich für deine Beiträge oder gar für deinen ganzen Blog total in den Himmel. Wie gehst du mit diesem Lob um?
Ich wäre irritiert, weil ich durchaus in der Lage bin, meine Leistung selbst und realistisch einzuchätzen. Glaube ich. Ein überschwängliches Lob ist nett, lässt mich aber nicht zu Höhenflügen aufbrechen. (Herrje, diese Abgeklärtheit!)
- Man attestiert dir aufgrund einer Kritik keine Ahnung. Wie reagierst du auf so etwas?
Es kann mir durchaus passieren, dass ich mich äußere, obwohl ich nicht genügend Ahnung habe. Das empfinde ich aber nicht als Katasrophe. Nicht jede Meinung kann fachlich fundiert sein. Es gibt ja auch noch andere Kriterien, gerade beim Lesen von Büchern. Wenn ich der Meinung wäre, ein gutes Fundament zu haben, würde ich den Kritiker natürlich fragen, warum er mich für ahnungslos hält.
- Man wirft dir als Blogger/Journalist vor, du übtest deine Arbeit nur aus, um möglichst viele Rezensionsexemplare abzugreifen. Wie begegnest du diesem Vorwurf?
Mit einem Lächeln, einem wissenden.
- Ein Autor oder Verlag verlangt von dir, deine Rezension abzuändern oder gar zu löschen. Wie wirst du handeln?
So etwas kommt vor? Das ist ja lächerlich! Vielleicht haben Autor/Verlag Interesse an einer Diskussion? Sonst antworte ich mit einem Lächeln und selbstverständlich wieder mit einem wissenden.
- Der Autor/Verlag droht mit einer Klage, wenn du die Rezension nicht löschst. Und nun?
Was habe ich denn bloß geschrieben? Das muss ja ein absolut blödsinniger Verriss inclusive persönlicher Beleidigungen sein! Und das kann ich mir nicht vorstellen. Wie ist es denn überhaupt um die freie Meinungsäußerung bestellt? Oh nein, wie lästig! Muss ich mir jetzt einen Anwalt nehmen? Wie im Fernsehen, in dieser Serie, die ich nie und nimmer ...
- Hast du bei Rezensionen schon mal geschummelt (beispielsweise das Buch nicht zu Ende gelesen und trotzdem eine Rezension geschrieben)?
Oh, ich bin gerade kurz davor und habe ein total schlechtes Gewissen, schaffe es aber einfach nicht, dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Und nun?
- Sind Zugriffszahlen/Like-Zahlen und Followerzahlen wichtig für dich? Wie wirken sie sich hinsichtlich Motivation auf dich aus?
Ja, wichtig! Wenn gar niemand mit Wohlwollen liest, brauche ich nicht zu schreiben. Dann kann ich auch reiten lernen oder Tennis oder klöppeln oder Eishockey oder sonstetwas. Vielleicht kommt es ja noch einmal so weit. Ich nehme gern frische Beschäftigungsvorschläge entgegen.
- Liest du auf dem Klo?
Nein, dafür habe ich keine Zeit. Da mache ich Sudoku. (Das war jetzt aber ein Scherz!)
Runde 3 bis 5 folgen demnächst im noch frischen 2016.
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Fragen über Fragen
und ausgesprochen interessant manchmal. Sie werden gestellt - von Bloggern an Blogger, zum Beispiel hier:
http://www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen/
Da ich gerade über einer Hauptfigur meines neuen Romans brüte, das schon oft getan habe und, wie es scheint, auch noch eine Weile tun werde, mache ich hier eine Pause und beantworte Fragen der Booknerds, zumindest ein paar.
Runde 1 - gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:
- Welche Daseinsberechtigung hat dein Blog?
Das habe ich mich bei meinem letzten auch gefragt und ihn geschlossen, als mir keine Antwort eingefallen ist. Kurz darauf habe ich eine Beratung für den Weg in die Selbständigkeit in Anspruch genommen und die dringende Empfehlung erhalten, ein Blog oder eine Homepage zu betreiben und schwupps ... da ist er. Ich bewerbe im Blog mein Buch, meine Schreibkurse und beantworte auch schon einmal nichtgestellte Fragen.
- Der Blog oder das Blog?
Eigentlich DAS ...Logbuch. Aber mir fällt die sächliche Form schwer. Darum beschließe ich jetzt, in diesem Augenblick, ab heute DER Blog zu sagen, zu schreiben und sogar zu denken - aber das habe ich sowieso schon immer getan.
- Einer deiner Artikel wird von einem anderen Blogger oder beispielsweise einem Amazon-Rezensenten geklaut. Wie reagierst du?
Wahrscheinlich bin ich empört, tadele mich aber Minuten später selbst für meine kleinlichen Gefühle. Warum die geistigen Höhenflüge nicht teilen oder einfach stolz darauf sein, dass ein anderer meinen Artikel zum Niederknien findet und ihn deshalb stehlen muss? Da fehlt es eben ganz klar an Selbstbewusstsein, eigenen Ideen, Fairness, Sozialverhalten, Professionalität, ...! ICH habe soetwas jedenfalls NICHT nötig! Tss! Aber ich ärgere mich nicht, neinnein.
- Dein Blog ist urplötzlich offline, nichts geht mehr. Wie reagierst du?
Ich verdrehe die Augen, fluche, denke darüber nach, wieder mit Füllfederhalter zu schreiben und mir eine Kammer unter einem stark beschädigten Dach zu mieten, um in den vollkommenen Genuss eines romantischen Schriftstellerinnendaseins zu kommen. Nach diesem Anfall rufe ich meinen Sohn an und frage scheinheilig, wie es ihm geht. Ich werde alle Möglichkeiten mütterlicher Schmeicheleien und Drohungen hervorkramen und sogar zur Anwendung bringen, wenn nötig. Tja, und dann weiß ich auch nicht weiter. Vielleicht sehe ich den Totalausfall schließlich als ein Zeichen: Manche Blogs sollen einfach nicht sein.
- Du hast einen Gutschein erhalten, um 2500 gleiche Artikel deiner Wahl mit dem Logo deines Blogs als Werbeartikel anfertigen zu lassen. Allerdings sind Flyer, Lesezeichen, T-Shirts und Kugelschreiber tabu.
Am liebsten hätte ich Pixibücher, in denen eine Kurzgeschichte von mir steht - draußen dann das Logo, das ich nicht habe. Müsste ich dann schnell noch entwerfen.
Sonst könnte ich mir winzige Leselampen vorstellen, Schokoladetafeln oder Pralinenpackungen - winzige natürlich. Schlüsselanhänger oder gleich ein Tattoo? Notizbücher, Postkarten, Mousepads, Siegelringe, Straßenbahnaufkleber, Burgwappen. Oh, ist das aufregend, ich freue mich so!
- Nenne zwei Bücher und deinen passenden Soundtrack dazu.
Das ist sehr schwierig, weil ich wenig Musik höre. (Wenn ich jetzt mein eigenes Buch nenne, in dem sogar ein bisschen Musik aus Schwanensee eine Rolle spielt, wäre das doof, oder? Jaaa!)
Mir fällt nichts ein, wirklich. Bücher und Musik sind voneinander entfernt, für mich zumindest. Ich kann aber verraten, dass ich The Blues Shop Trio mag und sowieso viele Stücke der 60er und 70er.
Mir fallen auch direkt zwei Bücher ein:
Philipp Hedemann, Der Mann, der den Tod auslacht
Elke Schmitter, Frau Sartoris
- Schreibst du deine Rezensionen handschriftlich vor?
Notizen dazu ja. Dann formuliere ich am PC und schreibe solange um, bis es passt.
- Verunstaltest du Bücher für deine Schreibarbeit mit Knicken, Markierungen etc. oder behandelst du sie eher wie ein rohes Ei?
Da ich oft Fachliteratur lese, mit den Texten arbeite, behandele ich die Bücher meistens auch wie Arbeitsmaterial: Ich schreibe hinein und beklebe sie mit bunten Zetteln. Wenn ich von Autoren gebeten werde, ein Manuskript durchzulesen, schreibe ich, wenn von den Verfassern erlaubt, auch an den Rand.
Mit Romanen gehe ich meistens sehr pfleglich um, es sei denn, sie nerven mich so gewaltig, dass ich sie später nicht einmal mehr verschenken oder verkaufen will. Dann benutze ich sie als Arbeitsmaterial, um aus den (vermeintlichen?) Fehlern zu lernen, streiche, kritzle, knicke.
- Wenn du eine Schreibblockade hast - wie gehst du vor, um sie zu überwinden?
Ich beantworte Fragen anderer Blogger. Wenn ich damit fertig bin, suche ich mir einen frischen Ansatz, z.B. die Entwicklung einer bestimmten Figur. Ich lade sie beispielsweise zu einem Interview ein. Oder ich entwerfe Gegend. Oft hilft es auch, Pause zu machen und einen Roman zu lesen, sich inspirieren zu lassen. Dazu gehört auch langes Spazierengehen.
- Schreibe ein kleines Gedicht (mindestens Vierzeiler) über deinen Blog.
Nein!
- Du liest in einer anderen Rezension absoluten (tatsächlichen!) Unfug - sie quillt über vor inhaltlichen Fehlern. Kommentierst du? Schreibst du den Verfasser an? Oder hältst du die Finger still?
Wenn es um eigene Texte geht, sage ich nichts. Ich habe kein Interesse an verzweifelt erscheinender Selbstverteidigung. Ich gucke eher, ob etwas Wahres an der Kritik ist, die ich dann für mich nutzen kann. Läse ich unsinnige Rezensionen über Bücher anderer Autoren, die mir gefallen, würde ich eine Dikussion beginnen wollen.
- Hast du schon einmal eine Idee von anderen Bloggern geklaut?
Ich hoffe nicht! Wenn ich etwas aufnehme, tue ich das mit dem Verweis auf den Ursprung. Es sei denn, mir ist nicht bewusst, dass es die Idee eines anderen ist. Vorgeworfen ist es mir bisher nicht. Da kommt die Angst eines Plagiatvorwurfs gleich ins Spiel. Ist der geniale Satz, der mir heute Nacht eingefallen ist, und meinen Roman endlich auf den Punkt bringt, wirklich mein Satz, oder ist es ein fremder, der sich irgendwann in meinem Gehirn verhakt hat?
- Hast du dich schon mal einer Formulierung in einer anderen Rezension bedient, die du gern so ähnlich auch in einem deiner Texte haben wolltest?
Nein. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nicht viele Rezensionen geschrieben habe, aber vielleicht werde ich eines Tages zu einer ganz schlimmen Abschreiberin.
- Das exotischste Buch in deiner Sammlung ist:
Was ist denn ein exotisches Buch? Eins mit Palmen?
Schlimme exotische (Nein, ich verrate nicht, was schlimm exotisch ist!) Bücher habe ich entsorgt. Dazu zählten u.a. meine Tagebücher, die ich im Alter von 12 Jahren geschrieben habe. Und sonst exotisch? Gilt Romy Haag als Exotin? Ein bisschen sicher immer noch, also gewinnt sie den Preis und darf auf mein Treppchen:
Romy Haag, Eine Frau und mehr
Die erste Runde ist beendet und hat Spaß gemacht. Wer möchte noch - Fragen beantworten oder stellen?
Vielen Dank an die Booknerds!
http://www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen/
Da ich gerade über einer Hauptfigur meines neuen Romans brüte, das schon oft getan habe und, wie es scheint, auch noch eine Weile tun werde, mache ich hier eine Pause und beantworte Fragen der Booknerds, zumindest ein paar.
Runde 1 - gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:
- Welche Daseinsberechtigung hat dein Blog?
Das habe ich mich bei meinem letzten auch gefragt und ihn geschlossen, als mir keine Antwort eingefallen ist. Kurz darauf habe ich eine Beratung für den Weg in die Selbständigkeit in Anspruch genommen und die dringende Empfehlung erhalten, ein Blog oder eine Homepage zu betreiben und schwupps ... da ist er. Ich bewerbe im Blog mein Buch, meine Schreibkurse und beantworte auch schon einmal nichtgestellte Fragen.
- Der Blog oder das Blog?
Eigentlich DAS ...Logbuch. Aber mir fällt die sächliche Form schwer. Darum beschließe ich jetzt, in diesem Augenblick, ab heute DER Blog zu sagen, zu schreiben und sogar zu denken - aber das habe ich sowieso schon immer getan.
- Einer deiner Artikel wird von einem anderen Blogger oder beispielsweise einem Amazon-Rezensenten geklaut. Wie reagierst du?
Wahrscheinlich bin ich empört, tadele mich aber Minuten später selbst für meine kleinlichen Gefühle. Warum die geistigen Höhenflüge nicht teilen oder einfach stolz darauf sein, dass ein anderer meinen Artikel zum Niederknien findet und ihn deshalb stehlen muss? Da fehlt es eben ganz klar an Selbstbewusstsein, eigenen Ideen, Fairness, Sozialverhalten, Professionalität, ...! ICH habe soetwas jedenfalls NICHT nötig! Tss! Aber ich ärgere mich nicht, neinnein.
- Dein Blog ist urplötzlich offline, nichts geht mehr. Wie reagierst du?
Ich verdrehe die Augen, fluche, denke darüber nach, wieder mit Füllfederhalter zu schreiben und mir eine Kammer unter einem stark beschädigten Dach zu mieten, um in den vollkommenen Genuss eines romantischen Schriftstellerinnendaseins zu kommen. Nach diesem Anfall rufe ich meinen Sohn an und frage scheinheilig, wie es ihm geht. Ich werde alle Möglichkeiten mütterlicher Schmeicheleien und Drohungen hervorkramen und sogar zur Anwendung bringen, wenn nötig. Tja, und dann weiß ich auch nicht weiter. Vielleicht sehe ich den Totalausfall schließlich als ein Zeichen: Manche Blogs sollen einfach nicht sein.
- Du hast einen Gutschein erhalten, um 2500 gleiche Artikel deiner Wahl mit dem Logo deines Blogs als Werbeartikel anfertigen zu lassen. Allerdings sind Flyer, Lesezeichen, T-Shirts und Kugelschreiber tabu.
Am liebsten hätte ich Pixibücher, in denen eine Kurzgeschichte von mir steht - draußen dann das Logo, das ich nicht habe. Müsste ich dann schnell noch entwerfen.
Sonst könnte ich mir winzige Leselampen vorstellen, Schokoladetafeln oder Pralinenpackungen - winzige natürlich. Schlüsselanhänger oder gleich ein Tattoo? Notizbücher, Postkarten, Mousepads, Siegelringe, Straßenbahnaufkleber, Burgwappen. Oh, ist das aufregend, ich freue mich so!
- Nenne zwei Bücher und deinen passenden Soundtrack dazu.
Das ist sehr schwierig, weil ich wenig Musik höre. (Wenn ich jetzt mein eigenes Buch nenne, in dem sogar ein bisschen Musik aus Schwanensee eine Rolle spielt, wäre das doof, oder? Jaaa!)
Mir fällt nichts ein, wirklich. Bücher und Musik sind voneinander entfernt, für mich zumindest. Ich kann aber verraten, dass ich The Blues Shop Trio mag und sowieso viele Stücke der 60er und 70er.
Mir fallen auch direkt zwei Bücher ein:
Philipp Hedemann, Der Mann, der den Tod auslacht
Elke Schmitter, Frau Sartoris
- Schreibst du deine Rezensionen handschriftlich vor?
Notizen dazu ja. Dann formuliere ich am PC und schreibe solange um, bis es passt.
- Verunstaltest du Bücher für deine Schreibarbeit mit Knicken, Markierungen etc. oder behandelst du sie eher wie ein rohes Ei?
Da ich oft Fachliteratur lese, mit den Texten arbeite, behandele ich die Bücher meistens auch wie Arbeitsmaterial: Ich schreibe hinein und beklebe sie mit bunten Zetteln. Wenn ich von Autoren gebeten werde, ein Manuskript durchzulesen, schreibe ich, wenn von den Verfassern erlaubt, auch an den Rand.
Mit Romanen gehe ich meistens sehr pfleglich um, es sei denn, sie nerven mich so gewaltig, dass ich sie später nicht einmal mehr verschenken oder verkaufen will. Dann benutze ich sie als Arbeitsmaterial, um aus den (vermeintlichen?) Fehlern zu lernen, streiche, kritzle, knicke.
- Wenn du eine Schreibblockade hast - wie gehst du vor, um sie zu überwinden?
Ich beantworte Fragen anderer Blogger. Wenn ich damit fertig bin, suche ich mir einen frischen Ansatz, z.B. die Entwicklung einer bestimmten Figur. Ich lade sie beispielsweise zu einem Interview ein. Oder ich entwerfe Gegend. Oft hilft es auch, Pause zu machen und einen Roman zu lesen, sich inspirieren zu lassen. Dazu gehört auch langes Spazierengehen.
- Schreibe ein kleines Gedicht (mindestens Vierzeiler) über deinen Blog.
Nein!
- Du liest in einer anderen Rezension absoluten (tatsächlichen!) Unfug - sie quillt über vor inhaltlichen Fehlern. Kommentierst du? Schreibst du den Verfasser an? Oder hältst du die Finger still?
Wenn es um eigene Texte geht, sage ich nichts. Ich habe kein Interesse an verzweifelt erscheinender Selbstverteidigung. Ich gucke eher, ob etwas Wahres an der Kritik ist, die ich dann für mich nutzen kann. Läse ich unsinnige Rezensionen über Bücher anderer Autoren, die mir gefallen, würde ich eine Dikussion beginnen wollen.
- Hast du schon einmal eine Idee von anderen Bloggern geklaut?
Ich hoffe nicht! Wenn ich etwas aufnehme, tue ich das mit dem Verweis auf den Ursprung. Es sei denn, mir ist nicht bewusst, dass es die Idee eines anderen ist. Vorgeworfen ist es mir bisher nicht. Da kommt die Angst eines Plagiatvorwurfs gleich ins Spiel. Ist der geniale Satz, der mir heute Nacht eingefallen ist, und meinen Roman endlich auf den Punkt bringt, wirklich mein Satz, oder ist es ein fremder, der sich irgendwann in meinem Gehirn verhakt hat?
- Hast du dich schon mal einer Formulierung in einer anderen Rezension bedient, die du gern so ähnlich auch in einem deiner Texte haben wolltest?
Nein. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nicht viele Rezensionen geschrieben habe, aber vielleicht werde ich eines Tages zu einer ganz schlimmen Abschreiberin.
- Das exotischste Buch in deiner Sammlung ist:
Was ist denn ein exotisches Buch? Eins mit Palmen?
Schlimme exotische (Nein, ich verrate nicht, was schlimm exotisch ist!) Bücher habe ich entsorgt. Dazu zählten u.a. meine Tagebücher, die ich im Alter von 12 Jahren geschrieben habe. Und sonst exotisch? Gilt Romy Haag als Exotin? Ein bisschen sicher immer noch, also gewinnt sie den Preis und darf auf mein Treppchen:
Romy Haag, Eine Frau und mehr
Die erste Runde ist beendet und hat Spaß gemacht. Wer möchte noch - Fragen beantworten oder stellen?
Vielen Dank an die Booknerds!
Freitag, 4. Dezember 2015
Verantwortung
Ausgesprochen ...
angeregt habe ich mich mit einer Freundin über unsere gerade erwachsenen Kinder unterhalten.
Wie in vielen Haushalten haben und hatten auch wir Schwierigkeiten, unsere Kinder dazu zu bewegen, abgesprochene Aufgaben möglichst bald, wenn überhaupt und ohne Murren zu erledigen.
Während des Gesprächs habe ich mich an meine eigenes Genervtsein in der Teenie-Zeit erinnert. Ewig wollte irgend jemand Dinge von mir, die unwichtig, überflüssig, anstrengend waren - in meinen Augen ganz bestimmt. Mir fehlten die Bezüge zu meinem Leben, und mit 'Bezug' meine ich nicht das Putzen eines gemeinsamen Haushalts, nicht einmal die Reinigung des eigenen Zimmers, es sei denn, wichtiger Besuch war angemeldet. Für mich wichtige Gäste wohlgemerkt!
Woran liegt es, dass junge Menschen scheinbar unsozial ausschließlich eigenen, für Erwachsene nicht nachvollziebaren Interessen nachgehen?
Unter anderem liegt das Geheimnis in der Baustelle Gehirn. Dort verzweigen sich Nervenzellen, bilden sich neue Verbindungen, während andere nicht mehr brauchbar sind und verkümmern. Ein bisschen Chaos im Kopf ist Auslöser für ungewöhnliches Verhalten.
Die Müdigkeit hängt nicht am Unwillen der Kinder, früh genug ins Bett zu gehen, sondern am Hormon Melatonin.
Im Präfrontalhirn werden eine Weile geordnete Entscheidungen boykottiert und das Erkennen von Gefühlen anderer Menschen schrumpft um 20 %.
Die Gefahr von Unfällen ist bei jungen Menschen enorm hoch, weil sie Risiken nicht einschätzen können oder extrem emotional und damit unaufmerksam handeln.
Das Gehirn bildet sich bis zum 25. Lebensjahr um. Zumindest wenn immer noch stimmt, was ich vor vielen Jahren gelesen habe in
GEO WISSEN Nr. 41 - Pubertät.
Und wenn wir es wagen, uns zu erinnern ... oh je! Zuckersüß waren wir sicher nicht. Immerhin halten wir uns mittlerweile für (meistens) soziale und verantwortungsbewusste Wesen - vor allem, seit wir Kinder oder andere wichtige Aufgaben haben.
Seid also lieb zu euren Kindern, sie können (fast) nichts dafür - für ihre Eltern schon mal gar nicht.
angeregt habe ich mich mit einer Freundin über unsere gerade erwachsenen Kinder unterhalten.
Wie in vielen Haushalten haben und hatten auch wir Schwierigkeiten, unsere Kinder dazu zu bewegen, abgesprochene Aufgaben möglichst bald, wenn überhaupt und ohne Murren zu erledigen.
Während des Gesprächs habe ich mich an meine eigenes Genervtsein in der Teenie-Zeit erinnert. Ewig wollte irgend jemand Dinge von mir, die unwichtig, überflüssig, anstrengend waren - in meinen Augen ganz bestimmt. Mir fehlten die Bezüge zu meinem Leben, und mit 'Bezug' meine ich nicht das Putzen eines gemeinsamen Haushalts, nicht einmal die Reinigung des eigenen Zimmers, es sei denn, wichtiger Besuch war angemeldet. Für mich wichtige Gäste wohlgemerkt!
Woran liegt es, dass junge Menschen scheinbar unsozial ausschließlich eigenen, für Erwachsene nicht nachvollziebaren Interessen nachgehen?
Unter anderem liegt das Geheimnis in der Baustelle Gehirn. Dort verzweigen sich Nervenzellen, bilden sich neue Verbindungen, während andere nicht mehr brauchbar sind und verkümmern. Ein bisschen Chaos im Kopf ist Auslöser für ungewöhnliches Verhalten.
Die Müdigkeit hängt nicht am Unwillen der Kinder, früh genug ins Bett zu gehen, sondern am Hormon Melatonin.
Im Präfrontalhirn werden eine Weile geordnete Entscheidungen boykottiert und das Erkennen von Gefühlen anderer Menschen schrumpft um 20 %.
Die Gefahr von Unfällen ist bei jungen Menschen enorm hoch, weil sie Risiken nicht einschätzen können oder extrem emotional und damit unaufmerksam handeln.
Das Gehirn bildet sich bis zum 25. Lebensjahr um. Zumindest wenn immer noch stimmt, was ich vor vielen Jahren gelesen habe in
GEO WISSEN Nr. 41 - Pubertät.
Und wenn wir es wagen, uns zu erinnern ... oh je! Zuckersüß waren wir sicher nicht. Immerhin halten wir uns mittlerweile für (meistens) soziale und verantwortungsbewusste Wesen - vor allem, seit wir Kinder oder andere wichtige Aufgaben haben.
Seid also lieb zu euren Kindern, sie können (fast) nichts dafür - für ihre Eltern schon mal gar nicht.
Samstag, 21. November 2015
Kreatives Tun - was ist das denn?
Es handelt sich lediglich um eine der vielen Moden, die kommen und gehen.
Früher hatten die Menschen keine Zeit für so etwas, da musste gearbeitet werden.
Warum glaubt eigentlich jede Frau und jeder Mann, kreativ sein zu müssen?
Sind es nicht Selbstverliebtheit und Überschätzung, die dich treiben?
Und du glaubst, gut genug zu sein, um damit Geld zu verdienen?
Das sind Sätze, die sicher nicht nur mir in den Ohren klingen. Darum fällt es auch schwer, hinter der eigenen Idee zu stehen und zu sagen: Ja, ich male, schreibe, schlage Skulpturen aus Stein, spiele ein Instrument, interessiere mich für den Zusammenhang der Dinge und mache das so intensiv, dass ich es zu meinem (zweiten) Beruf erkläre. Oder dass ich zumindest einen Großteil meiner Kraft daraus beziehe und dafür einsetze.
Was ist denn nun Kreativität?
Nichts Schlimmes, sondern etwas Uraltes, immer Dagewesenes, ohne das es nie einen Fortschritt gegeben hätte.
Es ist schöpferisches Tun, Neues entdecken und das auch im Alten. Kreative Menschen finden andere Formen für etwas, das schon da ist.
Jedes Kind ist kreativ, jeder Mensch, dem es nicht aberzogen wurde.
Kreativität geht mit Neugier einher, sucht Zusammenhänge, neue Perspektiven.
Kreativ zu sein bedeutet, in Spannungsfeldern zu leben, Grenzen zu überschreiten und seiner Freude am Gestalten und Verändern Ausdruck zu verleihen.
Der kreative Mensch ist aktiv, lässt aber auch passiv geschehen, sieht, hört, riecht, tastet, schmeckt vielleicht ein bisschen intensiver.
Schöpfung bringt Ordnung ins Chaos und wirbelt Ordnung durcheinander.
Gewohnte Wege werden verlassen, neue entwickelt.
Ideen laufen, finden einen Weg - durch Ausdauer und Mut.
Kreativität ist Suche, Einsatz, Erfüllung.
Allen ein kreatives oder einfach gemütliches Wochenende.
Früher hatten die Menschen keine Zeit für so etwas, da musste gearbeitet werden.
Warum glaubt eigentlich jede Frau und jeder Mann, kreativ sein zu müssen?
Sind es nicht Selbstverliebtheit und Überschätzung, die dich treiben?
Und du glaubst, gut genug zu sein, um damit Geld zu verdienen?
Das sind Sätze, die sicher nicht nur mir in den Ohren klingen. Darum fällt es auch schwer, hinter der eigenen Idee zu stehen und zu sagen: Ja, ich male, schreibe, schlage Skulpturen aus Stein, spiele ein Instrument, interessiere mich für den Zusammenhang der Dinge und mache das so intensiv, dass ich es zu meinem (zweiten) Beruf erkläre. Oder dass ich zumindest einen Großteil meiner Kraft daraus beziehe und dafür einsetze.
Was ist denn nun Kreativität?
Nichts Schlimmes, sondern etwas Uraltes, immer Dagewesenes, ohne das es nie einen Fortschritt gegeben hätte.
Es ist schöpferisches Tun, Neues entdecken und das auch im Alten. Kreative Menschen finden andere Formen für etwas, das schon da ist.
Jedes Kind ist kreativ, jeder Mensch, dem es nicht aberzogen wurde.
Kreativität geht mit Neugier einher, sucht Zusammenhänge, neue Perspektiven.
Kreativ zu sein bedeutet, in Spannungsfeldern zu leben, Grenzen zu überschreiten und seiner Freude am Gestalten und Verändern Ausdruck zu verleihen.
Der kreative Mensch ist aktiv, lässt aber auch passiv geschehen, sieht, hört, riecht, tastet, schmeckt vielleicht ein bisschen intensiver.
Schöpfung bringt Ordnung ins Chaos und wirbelt Ordnung durcheinander.
Gewohnte Wege werden verlassen, neue entwickelt.
Ideen laufen, finden einen Weg - durch Ausdauer und Mut.
Kreativität ist Suche, Einsatz, Erfüllung.
Allen ein kreatives oder einfach gemütliches Wochenende.
Samstag, 14. November 2015
Was wäre, wenn ...
... es auf der Erde friedlich zuginge? Sie wäre wohl ein Paradies.
Frankreich , besonders Paris, scheint sich ins Gegenteil zu entwickeln. Genauso wie Syrien und alle anderen Konflikt- und Kriegsgebiete.
Ich stehe fassungslos und hilflos vor dieser Welle der Gewalt. Ist der Krieg in Europa endgültig angekommen? Oder war er nie vorbei?
WER VERDIENT WIEVIEL AM KRIEG?
Hilflosigkeit ist eines der unangenehmsten Zustände. Aber auch Wut gehört in die Ecke der Gefühle, die mir nicht gefallen und die auf dem Boden der Hilflosigkeit wächst. Beide kenne ich selbstverständlich.
Doch weder der einen noch der anderen werde ich besonderen Raum einräumen, denn sie behindern meine Sicht auf die Dinge. Ich werde mich weiter für die Menschen stark machen, die nach Europa flüchten und will denen entgegentreten, die die Pariser Anschläge als willkommenen Anlass sehen, zu hetzen.
WELCHE GESICHTER UND NAMEN STECKEN HINTER DEM TOD?
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Vorwürfe, die sich Eltern und Großeltern anhören mussten. Die Frage meiner Generation "Warum habt ihr nichts dagegen getan?" leuchtet wie ein Neonschild vor den jetzigen Ereignissen. Und auch, wenn es manchmal schwierig erscheint und aussieht, als müsse man gegen Windmühlenflügel kämpfen, gibt es überall Möglichkeiten, auf Grundlage der Menschenrechte zu helfen, seine Meinung denen entgegenzustellen, die diese Rechte ignorieren.
Dazu gehören die Attentäter. Dazu gehören die, die sich gegen die Aufnahme flüchtender Menschen aussprechen.
Ich möchte die Kinder, Frauen und Männer, die in Europa Schutz vor Folter, Zerstörung, bitterer Armut und Tod suchen, kennenlernen und mit ihnen zusammenleben.
Ich möchte nicht, dass weiter Waffen in Länder geliefert werden, die bereit sind, für immer mehr Macht Leben und Lebensraum zu zerstören.
Auch wenn hier nie ein Paradies entstehen wird, wünsche ich mir eine Welt mit sehr viel weniger Gewalt und werde dazu, so viel mir möglich ist, beitragen.
WEM NÜTZT EIN KRIEG? UND WARUM?
Frankreich , besonders Paris, scheint sich ins Gegenteil zu entwickeln. Genauso wie Syrien und alle anderen Konflikt- und Kriegsgebiete.
Ich stehe fassungslos und hilflos vor dieser Welle der Gewalt. Ist der Krieg in Europa endgültig angekommen? Oder war er nie vorbei?
WER VERDIENT WIEVIEL AM KRIEG?
Hilflosigkeit ist eines der unangenehmsten Zustände. Aber auch Wut gehört in die Ecke der Gefühle, die mir nicht gefallen und die auf dem Boden der Hilflosigkeit wächst. Beide kenne ich selbstverständlich.
Doch weder der einen noch der anderen werde ich besonderen Raum einräumen, denn sie behindern meine Sicht auf die Dinge. Ich werde mich weiter für die Menschen stark machen, die nach Europa flüchten und will denen entgegentreten, die die Pariser Anschläge als willkommenen Anlass sehen, zu hetzen.
WELCHE GESICHTER UND NAMEN STECKEN HINTER DEM TOD?
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Vorwürfe, die sich Eltern und Großeltern anhören mussten. Die Frage meiner Generation "Warum habt ihr nichts dagegen getan?" leuchtet wie ein Neonschild vor den jetzigen Ereignissen. Und auch, wenn es manchmal schwierig erscheint und aussieht, als müsse man gegen Windmühlenflügel kämpfen, gibt es überall Möglichkeiten, auf Grundlage der Menschenrechte zu helfen, seine Meinung denen entgegenzustellen, die diese Rechte ignorieren.
Dazu gehören die Attentäter. Dazu gehören die, die sich gegen die Aufnahme flüchtender Menschen aussprechen.
Ich möchte die Kinder, Frauen und Männer, die in Europa Schutz vor Folter, Zerstörung, bitterer Armut und Tod suchen, kennenlernen und mit ihnen zusammenleben.
Ich möchte nicht, dass weiter Waffen in Länder geliefert werden, die bereit sind, für immer mehr Macht Leben und Lebensraum zu zerstören.
Auch wenn hier nie ein Paradies entstehen wird, wünsche ich mir eine Welt mit sehr viel weniger Gewalt und werde dazu, so viel mir möglich ist, beitragen.
WEM NÜTZT EIN KRIEG? UND WARUM?
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